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Silent Waters,... run deep and... dirty
Szeneninformationen
Szeneneinstellung
private Szene & feste Postreihenfolge
Datum
16.02.2026
Triggerwarnung
FSK 21
02-14-2026, 10:49 AM
Szeneninformationen
Charaktere: Adrien Delacroix & Milo Jaehyun Alvarez
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 16.02.2026
Triggerwarnung: FSK 21
Als er das sagt, dieses ruhige „Go for it“ und dann dieses kleine Grinsen, als hätte er mich gerade einfach freigeschaltet, bleibe ich für einen Moment hängen… mein Kopf braucht kurz, um hinterherzukommen, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass er überhaupt mitspielt. Er wirkt sonst wie jemand, der alles abprallen lässt. Und jetzt lehnt er sich sogar zu mir rüber.
Als seine Worte an meinem Ohr landen, so nah, so beiläufig und gleichzeitig so eindeutig, zieht es mir kurz warm durch den Nacken. Ich blinzle einmal, als müsste ich mich neu sortieren. Und natürlich bin ich in dem Moment zu langsam, um „cool“ zu bleiben. Meine Ohren werden bestimmt rot, hundertprozentig. Ich tue so, als wäre das nicht so, aber ich spüre es.
Ich räuspere mich leise und ziehe den Mundwinkel hoch. „Okay, erstens…“, murmele ich, und meine Stimme klingt eine Spur zu leicht, „ich hatte nicht vor, ALLE Schachteln aufzuessen. Ich bin chaotisch, nicht lebensmüde.“ Mein Blick flackert kurz zu den Mädchen, die schon wieder näher kommen, wie ein zweiter Anlauf, als hätten sie gerade neue Motivation geladen. Ich atme aus.„Zweitens… danke für die Warnung, aber ich bin Profi“, sage ich und tippe mir mit dem Zeigefinger einmal an die Schläfe, als wäre das ein Masterplan. „Ich arbeite im Café. Ich hab schon Leute überlebt, die Hafermilch hassen und trotzdem Hafermilch bestellen. Schokolade ist da nichts gegen.“ Ich rutsche ein Stück nach vorne, richte mich auf und klatsche einmal leise in die Hände, als würde ich mich mental aufwärmen. „Alles klar“, flüstere ich mehr zu mir selbst als zu ihm, „Ablenkungsmanöver Stufe… keine Ahnung, aber es wird peinlich.“ Dann drehe ich mich zu den Mädchen um, setze dieses übertrieben freundliche Host-Lächeln auf, das ich sonst im Café benutze, wenn jemand zum fünften Mal fragt, ob der Matcha „wirklich grün“ ist. „Hii“, sage ich viel zu fröhlich, „ganz kurz, wichtige Durchsage: Wenn ihr ihm wirklich eine Freude machen wollt, dann gebt mir bitte sofort alle Pralinen. Ich bin sein… äh… offizieller Qualitätsprüfer.“
Ich halte die Hände hin, als wäre das total logisch, und in meinem Kopf höre ich mich selber und denke: Milo, was laberst du da? Aber ich ziehe es durch, weil ich’s kann und weil ich jetzt irgendwie… will, dass er kurz Ruhe hat.
„Und bevor ihr fragt“, setze ich nach und zeige mit dem Daumen auf ihn, „nein, er darf die nicht essen. Ärztliche Anordnung. Oder… sehr strenge persönliche Regel. Er ist so geheimnisvoll, er verträgt keine Schokolade. Tragisch, ich weiß.“ Ich lege mir eine Hand dramatisch an die Brust, als würde ich gleich umkippen, es war nur geraten, das es stimmte wusste ich nichtmal. Mein Blick huscht dabei ganz kurz zu ihm zurück, um zu checken, ob er mich gleich umbringt oder ob er es sogar ein bisschen lustig findet. Und als ich sein leichtes Grinsen im Augenwinkel sehe, entspannt sich irgendwas in mir. Ich grinse zurück, nur einen Atemzug lang, und flüstere kaum hörbar: „Wenn ich gleich sterbe, dann wenigstens ehrenvoll.“
Dann wende ich mich wieder den Mädchen zu und mache einen Schritt nach vorne, ganz in meinem Element freundlich, viel zu schnell, viel zu überzeugt von meinem eigenen Unsinn. „Also. Wer von euch fängt an? Ich nehme auch Kekse. Und Stofftiere. Ich bewerte alles auf einer Skala von eins bis ‘er guckt dich vielleicht einmal an’.“ Ich merke sofort, wie ein paar von ihnen irritiert blinzeln. Dieses kurze „Hä?“ in ihren Gesichtern ist so deutlich, dass ich innerlich fast loslache. Aber ich bleibe ernst, so ernst wie ein Mensch sein kann, der gerade behauptet, er sei „offizieller Qualitätsprüfer für Valentinstagsgeschenke“. „Okay, pass auf“, sage ich und klatsche noch einmal leise in die Hände, als würde ich wirklich gleich eine Präsentation starten. „Wir machen das jetzt effizient, ja? Ich hab nämlich gleich… äh… einen wichtigen Termin.“ Ich schaue kurz auf meine leere Hand, als würde ich eine Uhr tragen, die natürlich nicht da ist. „Sehr wichtig.“
Eine der Mädchen blond, Locken, viel zu viel Parfüm hält ihre Pralinenschachtel noch fester. „Wieso sollten wir dir das geben?“, fragt sie und ihre Stimme hat diesen Ton, als wäre ich ein schlecht platziertes Hindernis. Ich nicke, als wäre das eine völlig berechtigte Frage, und beuge mich minimal vor. „Weil  ich sein…“ ich stocke, schaue kurz zu ihm, schaue wieder zu ihr, „…sein Schokoladen-Bodyguard bin. Er verträgt das Zeug nicht. Wirklich nicht. Das ist nicht so ein ‘oh ich mag keine Schokolade’-Ding, das ist so ein ‘er wird grün und dann ist der Tag vorbei’-Ding.“
Zwei von ihnen tauschen Blicke aus. Eine andere, die selbst gebackene Kekse in einer Dose hat, hebt skeptisch die Augenbrauen. „Woher willst du das wissen?“ „Weil ich…“ ich hole Luft, überlege eine Millisekunde und entscheide mich dann für die dümmste, aber überzeugendste Antwort, „weil ...ey ich muss kein grund liefern Zuhören Löckchen!" 
In dem Moment merke ich, wie meine Tasche vom Stuhl rutscht. Natürlich. Sie rutscht so langsam, als wolle sie mich demütigen, und dann plumpst sie auf den Boden. Ein paar Köpfe drehen sich. Ich bücke mich sofort, viel zu hektisch, stoße dabei mit dem Ellenbogen gegen den Tisch und ein Stift rollt runter. Dann noch einer. Dann fällt meine Wasserflasche um, zum Glück zu, aber sie macht dieses laute donk, das durch den Raum schallt. Ich richte mich wieder auf, halte kurz inne und lächle, als wäre das Teil der Show. „Seht ihr?“, sage ich und strecke die Hände aus. „Ich opfere meinen Körper für diese Mission.“
Ein paar kichern. Nicht alle, aber genug. Ich nutze das sofort aus, als würde ich auf einer Bühne stehen. „Ihr habt zwei Optionen: Entweder ihr gebt mir die Sachen, ich teste sie, und ich gebe euch eine ehrliche Einschätzung… oder ihr bleibt hier stehen und wir werden alle Zeugen davon, wie ihr ihn unter Druck setzt, obwohl er offensichtlich keinen Bock hat.“ Ich mache eine Pause, lasse meinen Blick über sie wandern freundlich, aber deutlich. „Und glaubt mir, das wird keiner von euch gut aussehen lassen.“ Die Locken-Blondine kneift die Augen zusammen. „Du bist nur eifersüchtig.“ Ich reiße die Augen auf, als hätte sie gerade etwas unfassbar Dummes gesagt. „Ich? Eifersüchtig?“ Ich lege mir wieder die Hand an die Brust. „Babe, ich bin zu müde für Eifersucht. Ich arbeite im Café. Ich habe schon dreizehn Menschen gesehen, die gleichzeitig ‘extra heiß’ und ‘aber bitte nicht zu heiß’ wollten. Nichts kann mich mehr emotional erschüttern.“ Wieder dieses Kichern. Und ich sehe, wie das Blatt sich minimal wendet, weil Humor immer ein bisschen Macht ist. Ich gehe einen Schritt näher, senke die Stimme, als wäre das ein Geheimnis. „Außerdem wenn ihr wirklich Eindruck machen wollt… dann respektiert ihr ein Nein.“ Ich lächle dabei, aber es ist ernst. „Er will das nicht. Ihr seht das. Also… lasst es.“ Für einen Moment ist es still. Dann sagt die mit den Keksen leiser: „Er verträgt wirklich keine Schokolade?“ Ich drehe mich halb zu ihm, als würde ich gleich ein ärztliches Gutachten einholen, und übertreibe es komplett mit einem wissenden Nicken. „Er hat es mir gerade eben praktisch telepathisch bestätigt“, sage ich, als wäre das völlig normal. Dann wieder zu ihr „Kekse sind safer, aber… auch die würde ich erstmal testen. Sicherheitsgründe.“
„Du bist wirklich komisch“, murmelt eine. „Danke“, sage ich sofort. „Das ist mein bestes Talent.“
Und dann passiert das, worauf ich gehofft habe. Das Interesse kippt. Nicht, weil ich sie beleidigt habe, sondern weil ich ihnen die Energie genommen habe. Es ist plötzlich nicht mehr romantisch, nicht mehr dieses süße Valentinstagsspiel.
Die erste rollt mit den Augen, zieht ihre Pralinenschachtel an sich und murmelt was wie „Dann halt nicht“. Zwei andere schauen kurz zu ihm, als wollten sie testen, ob er doch noch weich wird. Aber er bleibt ruhig. Und das macht es endgültig.
„Kommt“, sagt eine der Mädchen schließlich und zieht die anderen am Ärmel. „Der hat eh keine Emotionen.“
Ich lächle nur, als hätte ich gerade einen Preis gewonnen. „Doch“, murmele ich fast liebevoll in ihre Richtung, „die hat er schon. Ihr seid nur nicht der Auslöser.“ Sie hören es zum Glück nicht mehr richtig, weil sie schon im Abzug sind. Die Gruppe löst sich auf, wie Zucker im Kaffee erst langsam, dann plötzlich weg. Die Schachteln verschwinden, die Stofftiere werden wieder an sich gedrückt, und innerhalb von vielleicht zwanzig Sekunden sieht der Raum wieder normal aus.
Als die letzte an ihrem Platz ist, lasse ich die Schultern sinken und drehe mich zurück zu ihm. Ich atme aus, als hätte ich gerade einen Marathon gelaufen. „Mission erfolgreich. Nebenwirkungen: Ich hab vermutlich drei neue Erzfeinde und mindestens eine Person denkt jetzt, ich hätte einen Fetisch für Pralinen.“
Ich blicke kurz auf meine Tasche am Boden, die immer noch beleidigt da liegt, und dann wieder zu ihm. „Und… ich bin vielleicht offiziell dein Schokoladen-Bodyguard. Weiß nicht, ob man das kündigen kann.“
Ich setze mich wieder hin, versuche diesmal wirklich ruhig zu wirken und stoße natürlich nochmal leicht mit dem Knie gegen den Tisch. Ich presse die Lippen zusammen, schaue ihn an und sage todernst „Das war Absicht.“
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RE: Silent Waters,... run deep and... dirty - von Milo Jaehyun Alvarez - 02-14-2026, 10:49 AM

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