03-01-2026, 11:28 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Nari Choi & Felix Han-Carter
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 13.02.2026
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 13.02.2026
Der erste hob den Kopf und grinste, ein schiefes, unangenehmes Grinsen, das mich sofort verlangsamte. „Na, hübsche Lady, wohin so eilig?“, fragte er, und ich spürte, wie eine Welle aus Unbehagen meinen Rücken hinunterlief. Ich murmelte etwas wie „Ich hab’s eilig“ und wollte einfach vorbeigehen, aber der zweite trat vor, versperrte mir halb den Weg, sein Blick wanderte über mich, als würde er sich schon überlegen, in welche Richtung er mich drücken wollte. „Bleib mal stehen“, meinte er, und sein Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass das kein Vorschlag war. Ich tat es nicht. Ich wich zurück, suchte in meiner Tasche nach meinem Handy, mein Herz schlug viel zu schnell, meine Finger waren viel zu kalt. „Ey“, sagte der erste jetzt dunkler, ernster, „ich hab dir ’ne Frage gestellt.“ Ich spürte, wie meine Kehle enger wurde, wie die Panik nach oben drückte, aber ich zwang mich, ruhig zu bleiben. Oder etwas, das als „ruhig“ durchgehen könnte. „Ich will nichts, bitte lasst mich einfach gehen.“ Der zweite lachte. „Was wir dir lassen, entscheidet nicht du.“ Und bevor ich realisieren konnte, wie nah er an mich herangekommen war, packte er meinen Arm. Hart genug, dass mir ein Schrecklaut entfuhr, aber nicht hart genug, dass ich nicht versuchen konnte, mich herauszuwinden. Sein Griff brannte heiß in meine Haut, sein Atem roch nach Alkohol und altem Rauch. „Du hast Zeit, Kleine. Keiner wartet auf dich.“ „Fass mich nicht an“, brachte ich heraus, aber meine Stimme verriet mich, zittrig, dünn, kaum mehr als ein Hauch. Ich versuchte mich loszureißen, doch er hielt mich fest, und sein Grinsen wurde nur breiter, als würde ihm meine Angst schmecken.„Die zittert ja richtig“, spottete der andere. „Süß.“
Etwas in mir riss in diesem Moment. Vielleicht war es das Zittern, vielleicht die pure Angst, vielleicht die Erinnerung daran, wie viele Dinge ich in den letzten Monaten nicht mehr unter Kontrolle hatte. Aber mein Körper reagierte. Ich riss mich ein zweites Mal los, diesmal mit allem, was ich hatte. Der Griff rutschte ab, ich stolperte rückwärts, spürte den Rausch aus Adrenalin und Panik gleichzeitig in meinen Adern explodieren.„Ey!“, brüllte einer von ihnen, und dann kamen Schritte. Schnelle Schritte. Ich rannte. Einfach rannte. Der Boden unter meinen Füßen verschwamm, mein Atem keuchte, brannte, meine Beine fühlten sich schwer an und gleichzeitig wie aus purem Instinkt gemacht. Hinter mir hörte ich sie. „Bleib stehen! Mach’s nicht schlimmer für dich!“Ich rannte schneller.Der Ausgang der Gasse kam näher, das Licht der Straße wurde heller, aber die Schritte hinter mir wurden lauter. Ein keuchendes Lachen, als würde einer von ihnen Spaß daran haben, mich zu jagen. Ich glaubte kurz, dass ich es nicht schaffen würde. Dass sie mich gleich am Boden hätten. Dass ich einfach verschwinden würde, so wie alles, was ich einmal geliebt hatte. Dann quietschten Reifen. Ein schwarzer Wagen stoppte mit einem Ruck neben mir, die Tür flog auf, und ich wusste in diesem Augenblick nicht einmal, ob das besser oder schlechter war. Ich hatte keine Wahl. Ich war aus reiner Angst fast in das Auto gestolpert, zog die Tür mit zitternden Händen zu und krümmte mich im Sitz zusammen, als könnte ich dadurch unsichtbar werden.
„Scheiß Glück gehabt!“, hörte ich den Mann draußen schreien, und dann ein gedämpftes Knallen gegen die Tür. „Wir sehen uns wieder, Kleine!“Ich presste die Augen zusammen. Die Tür vibrierte kurz nach, dann entfernten sich Schritte. Ich hörte sie wegtrotten, zurück in die Gasse, zurück in die Dunkelheit, aus der sie gekommen waren. Erst da merkte ich, dass ich kaum Luft bekam. Meine Hände zitterten unkontrolliert, mein ganzer Körper vibrierte, als hätte er erst jetzt verstanden, dass ich hätte verschwinden können. Ich atmete stoßweise ein, versuchte, meine Finger irgendwo festzukrallen, ich hatte noch nichtmal aufgesehen wo ich eingestiegen war, es war in diesen moment mir einfach alles egal gewesen hauptsache ich konnte entkommen.
