02-10-2026, 08:52 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Karan Solís & Minjae Kwon
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 14.02.2026
Triggerwarnung: FSK 21
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 14.02.2026
Triggerwarnung: FSK 21
Meine Kehle war trocken, als hätte ich Sand geschluckt. Ich hab versucht, ruhig zu atmen, aber es ging nicht richtig. Ich spürte, wie meine Hände schwitzig wurden, und das Handy rutschte mir fast aus den Fingern. Ich hab kurz überlegt, ob ich einfach in irgendeinen Laden gehe und so tue, als würde ich stöbern. Aber die nächste offene Tür war ein Stück weg, und die Bushaltestelle war direkt da, hell, mit ein paar Leuten, und das war auf einmal das Einzige, was sich halbwegs sicher angefühlt hat.
Und dann… dann dachte ich an ihn. An Karan. Nicht mal irgendwie dramatisch, sondern so ganz simpel: Wenn ich jetzt so tue, als wäre alles okay, und es ist nicht okay, dann bin ich richtig am Arsch. Und er ist der einzige Mensch, bei dem ich sofort das Gefühl habe, dass ich nicht erklären muss, warum ich Angst habe. Ich hab ihn angerufen, bevor ich mich umentscheiden konnte. Und in dem Moment, als es klingelte, hatte ich plötzlich Angst, dass er nicht rangeht. Dass ich dann da stehe, mit diesem Gefühl im Nacken, und keiner weiß, dass ich gerade nicht klar komme. Als er dann abnahm, war ich so erleichtert, dass mir fast die Stimme weggebrochen wäre. „Hey…“, hab ich gesagt, und ich hab versucht, normal zu klingen, aber ich hörte selbst, dass es nicht normal war. Er fragte sofort, was los ist, warum ich noch nicht zuhause bin, und ich musste schlucken, weil mir diese Fürsorge so plötzlich in die Brust geschlagen ist. „Ich… ich glaub, ich werde verfolgt“, hab ich dann rausgebracht. Und es war mir im selben Moment peinlich, weil es sich so paranoid anhört, aber ich konnte nicht mehr zurück. Nicht, nachdem mein ganzer Körper schon auf Alarm war. Er wurde sofort ernst. Ich hörte es an seiner Stimme, dieses Umschalten. Und als er fragte, wo ich bin, hab ich mich umgesehen, so unauffällig wie möglich, und meine Augen sind an Gesichtern hängen geblieben, an Autos, an allem, was sich bewegt hat. „An der Bushaltestelle…“, sagte ich leise und nannte ihm die Straße. Ich hielt das Handy so dicht, als könnte ich mich daran festhalten. Mein Blick klebte an dem Glas der Haltestelle, weil ich darin ein bisschen sehen konnte, was hinter mir passiert, ohne mich offensichtlich umzudrehen. Mein Herz hat bei jeder Bewegung gezuckt.
Als er sagte, ich soll auf keinen Fall irgendwo allein hingehen, hab ich sofort genickt, obwohl er’s nicht sehen konnte. „Okay“, murmelte ich. „Ich bleib hier. Hier sind Leute.“ Meine Stimme war dünn, aber ich zwang mich, nicht zu zittern. Ich wollte nicht, dass er mich so hört. Ich wollte nicht, dass er sich Sorgen macht, und gleichzeitig wollte ich genau das: dass er kommt.
„Bitte beeil dich“, rutschte es mir dann doch raus, leiser, fast schon wie eine Bitte, die ich sonst nie ausspreche. Und als ich hörte, wie er sagte, er holt mich ab, war das wie ein kleiner Riss in der Panik so ein winziger Moment, in dem wieder Luft reinkam. Ich blieb bei den anderen Leuten stehen, tat so, als würde ich nur warten. Aber mein ganzer Körper war angespannt, jede Sekunde bereit, loszurennen, falls irgendwer zu nah kommt. Ich hörte den Verkehr, Stimmen, ein Bus in der Ferne und trotzdem war da dieses eine Geräusch, das alles übertönt hat: mein eigenes Herz. Während ich auf die sTraße starrte bemerkte ich wie die leute langsam gingen, als wäre der bus abegsagt wurden, immer mehr verschwanden und ich sah mich panischer um, warum passierte das gerade?
