01-30-2026, 06:30 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Arielle San Tsukasa & Jiro Kuroda
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 30.01.2026
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 30.01.2026
Ich las den Brief langsam weil ich Angst hatte, was passieren würde, wenn ich zu schnell war. Als könnten mir die Zeilen entgleiten, wenn ich sie nicht festhalte. Meine Finger zitterten leicht, aber ich zwang mich weiterzulesen, Zeile für Zeile, Atemzug für Atemzug.Irgendwann verschwammen die Buchstaben. Nicht sofort. Erst ganz am Ende. Da, wo er schrieb, dass ich genug gewesen sei. Dass meine bloße Existenz gereicht hatte. Ich hatte nicht gemerkt, dass mir Tränen über die Wangen liefen, bis sie auf das Papier tropften und dunkle Flecken hinterließen. Ich senkte den Blick, presste die Lippen zusammen, versuchte leise zu bleiben. Mein Vater hatte mich gekannt. Nicht so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte nicht durch Berührung, nicht durch Nähe –, aber er hatte mich gesehen. Aus der Ferne. Wachsam. Mit Angst. Und mit etwas, das verdammt nah an Liebe herankam.
Ich legte den Brief langsam zusammen, sorgfältig, als könnte ich ihn sonst verletzen. Meine Hände blieben einen Moment darauf liegen, als müsste ich mich vergewissern, dass er wirklich da war. Dann atmete ich tief ein. Und wieder aus. Mehrmals.
„Er ist gegangen, um mich zu schützen“, sagte ich schließlich leise. Meine Stimme klang fremd, rauer als sonst. „Und ich habe mein ganzes Leben geglaubt, er hätte sich einfach entschieden, mich nicht zu wollen.“ Ich hob den Blick zu Jiro. Er saß noch immer da, ruhig, aufmerksam, ohne mich zu drängen. Dafür war ich ihm dankbarer, als ich sagen konnte.
Ich wischte mir mit dem Handrücken über die Wangen, atmete erneut tief durch. „Er wollte mir kein Erbe hinterlassen“, murmelte ich. „Nur Sicherheit.“ Ein leiser, fast trauriger Atemzug. „Und ich bin trotzdem hier gelandet.“
Ich sah wieder zu Jiro. „Er wollte das ich meine Brüder kennenlerne...waherscheinlich nur nicht auf diesen wege....“ Ich lächelte und weinte zugleich, ich hatte mit allem gerechnet aber nicht mit diesen Briefen. Beide hatten mein herz zerissen meine Gefühle durcheinander gebracht. Ich brauchte ein moment, erst hatte ich alles verloren und jetzt? Sollte ich soviel gewinnen? Ich schob mich mehr auf die couch und presste meine Lippen aufeinander. "D...danke für die Briefe..." mein blick ging langsam zu ihm, ich sah sein blick und nun war wieder dieses gefühl da nur durchdring es mich gerade noch mehr, jetzt wo ich so weinerlich war.
